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Mein erster Trip September 20, 2010

Filed under: Uncategorized — kwakoarne @ 11:18 pm

Wie angekuendigt, bin ich vor-vorletzte Woche vom 7-10 September (lang ists her, die zeit vergeht schnell hier) mit dem TroTro nach Akim Oda gefahren, was ca. 130 km nordwestlich von Accra liegt, um dort ein paar Tage im Gruenen zu verbringen und AFS-Bekannte zu besuchen. Obwohl wir “nur “ca. 130 km zu fahren hatten, haben wir ungefaehr 3 Stunden gebraucht. Zwar musste Ich diese 3 Stunden in einem wirklich engen TroTro verbringen, aber die Reise war es auf jeden Fall wert!

Nach 1,5 Stunden Fahrt haben wir (Amina von AFS und Ich) Accra endlich hinter uns gelassen. Mir ist zum ersten Mal so wirklich bewusst geworden, wie gross diese Metropole wirklich ist. Als das TroTro von der relativ gut befestigten Kuestenstrasse rechts abgebogen (die Strasse Richtung Norden) ist, konnte ich zum ersten Mal das gruene Afrika sehen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Links und Rechts konnte man gruen in allen moeglichen Variationen sehen, bis der Blick irgendwann von einem in der Ferne stehenden Baumriesen verdeckt wurde. Bis dahin unberuehrte Natur. Diese Aussicht ist wirklich kaum zu beschreiben. Hin und wieder sind wir dann durch kleine afrikanische Doerfer gekommen, die mein Bild von Afrika/Ghana viel besser wiederspiegeln als die Huetten im vollgestopften Accra. Die Strassen sind leider nicht  mehr so gut gewesen, sodass der Fahrer ploetzlich irgendwelchen Schlagloechern ausweichen musste, was meinen an Metall gepressten Knien nicht unbedingt guttat. Teilweise bestand die Strasse nur noch aus rotem Sand, der vom letzten Aufbaeumen der Regenzeit (muesste bald vorbei sein) aufgespuehlt wurde.

In Akim Oda angekommen, haben wir sehr viel mit den anderen 5 Afs-Freiwilligen unternommen. Wir hatten auch das Glueck, das in dieser Kleinstadt ein Koch lebt, der 4 Jahre in Schweden gelebt hat und nun hier sein eigenes Restaurant mit dem passenden Namen “Global” aufgemacht hat, in dem er sowohl traditionell ghanaische Speisen, als auch Pizza, Schnitzel, Bratkartoffeln mit Spiegelei…usw. angeboten hat. Ich glaube, Ihr koennt euch vorstellen, wie oft ich da war 😉 Am Mittwoch waren wir in dem Pool eines relativ teuren Hotels und haben ein paar Bahnen gedreht, was der gestressten “accraischen” Haut guttat.

Der beste und interessanteste der Tage war aber am Donnerstag, als uns ein Ghanaer, der seit 28 Jahren in Deutschland lebt und nun zurueckgekommen ist, um sich um die Farm seines verstorbenen Vaters zu kuemmern, mit auf seine Farm nahm. Insgesamt gehoeren Ihm ( oder seiner Familie) rund 80 Hektar irgendwo im ghanaischen Gruen. Hauptsaechlich wurden dort Palmen angebaut aus denen dann spaeter zum groessten Teil Oel gewonnen wird. Das sogenannte Palmoel (z.B. Margarine oder Shampoo). Leider besitzt er nicht die Maschinen, um daraus ein halbwegs lukratives Geschaeft zu machen. Unsere ach so verantwortungsvollen Banken, die ihr Geld wohl lieber sinnvoll verpulvern, wollen Ihm auch keinen Kredit gewaehren (Achtung Ironie). Ein paar Hektar sind mit Orangen-Baeumen bepflanzt worden. Natuerlich haben wir hier einen Halt gemacht und Orangen frisch vom Baum gegessen. Die besten Orangen meines ganzen Lebens! Irgendwo im subtropischen Regenwald (Fachbegriff 😉 ) sind wir dann auf 3 Arbeiter getroffen, die mitten im Wald ihr Lager aufgeschlagen haben und den ganzen Tag aus diesen Palmen Palmwein und einen bestimmten Palmwein-Schnaps  gewonnen haben. Natuerlich mussten wir probieren. Der Palmwein war lecker, mehr sag ich dazu nicht 😉 . Auf dem Rueckweg von der Plantage mussten wir bis zum geparkten Auto einige Kilometer  wandern. Waehrend dieser Wanderung habe ich einer der ghanaischen Frauen einen Korb abgenommen, um diesen auf den Kopf zu transportieren, so wie das hier ueblich ist. Ich war froh, als wir endlich angekommen sind.

Ich glaube diese Woche hat mir wirklich gut getan. Es war gut mal aus Accra rauszukommen und zu sehen, was Ghana sonst noch zu bieten hat. Einerseits freue Ich mich auf den naechsten Trip, der auf jeden Fall kommen wird, da ich abgesehen von kleinen Eidechsen immer noch keine „besonderen“ Tiere gesehen habe. Andererseits bin ich froh, wieder in meinem eigenen Bett schlafen zu koennen, da das in Akim Oda nicht fuer mich gebaut war 😀

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2 Responses to “Mein erster Trip”

  1. Malte Says:

    Legger*…die Orangen hätte ich auch gerne probiert.

  2. kwakoarne Says:

    gibts die in australien nicht?


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